Michael Loosli - Der Mann auf dem Waterjet Dach


Es gibt Berufe, für die gibt's kein Diplom. 1992, als der zweiundzwanzigjährige Michael Loosli bei Waterjet seine Stelle antrat, zählte das Wasserstrahlschneiden noch zu diesen Berufen: "Ich suchte nach Lehre und Militär eine Übergangslösung und fand sie bei Walter Maurer im Betrieb." Aus dem Provisorium wurde ein 'Providurium', wie er selber scherzhaft sagt.

Übergangslösung - das bedeutet in seinem Fall nicht, dass er nur für kleine Dinge zuständige gewesen wäre. Walter Maurer persönlich führte ihn in die Kunst des Wasserstrahlschneidens ein; schon nach kurzer Zeit war er eine Stütze im Betrieb und gehörte später zu wichtigen Know-How-Trägern.

Die Abläufe im Betrieb - damals an der alten Aarwangener Adresse - waren noch weniger stark unterteilt. Jeder half jedem, auch Michael Loosli. So vertrat er den damaligen Verkäufer und programmierte schon mal eine Maschine. Dass er die Lieferscheine noch von Hand schrieb, versteht sich von selbst.

So wurde er zu mehr als einem Operateur: er verkaufte, war in der Produktion und in der AVOR (Arbeitsvorbereitung) tätig. Während seiner Zeit als Stellvertreter von Christoph Neukomm in der 2D-Produktion ging auch er bei Bystronic in die Ausbildung an der Doppelkopfmaschine und infolgedessen wurde er MK-Operateur (Mehrkopfanlagen) bei Waterjet.

Speziell erwähnenswert ist sein Wohnort. Michael Loosli wohnt nämlich in der Waterjet, genauer: auf der Waterjet. Beim Bau des neuen Standorts an der Mittelstrasse plante man eine grosszügige Dachwohnung für einen Mitarbeiter. Michael Loosli machte nie viel Aufhebens, wenn er während den Aufbaujahren jeweils alle zwei Stunden Sand (Abrasiv) aus den 25-Kilosäcken in die Abrasivbehälter nachfüllen musste – manchmal auch nachts. Mit der Wohnung auf dem Flachdach wurde dies einfacher. Er stieg einfach zwei Treppen hinunter. Heute ist auch dies nicht mehr nötig.

Geändert hat sich nicht nur seine Funktion, auch die seines Mentors, Walter Maurer, des Firmengründers, der damals noch täglich in der Werkhalle stand: "Walter Maurer war immer schon ein Erfindergeist, ein Innovator. 'Unmöglich' gab es für ihn nicht. Als niemand in der Schweiz in der Lage war, in einer Turbine mit 1.5 m Durchmesser eine Flansche zu entfernen, dachte er an eine Wasserstrahlanlage im Handbetrieb. Während einer Versuchsphase hantierte er mit Schutzmaske im roten Overall, als Geschäftsleute aus Deutschland spontan den Chef sprechen wollten. Man führte sie in die Werkhalle: der Chef stand völlig verschwitzt im roten Overall vor den Herren in Krawatte."

Die Handanlage ist Geschichte wie so vieles im Betrieb, aber die Erinnerung daran bleibt lebendig. Heute arbeitet Michael Loosli in der MK-Abteilung (Mehrkopf) und ist Teil eins eigenständigen, eingespielten Teams mit drei Maschinen. Fast funktionieren sie als Team im Team: sie schneiden die Teile nicht nur, sie bringen sie auch  versandbereit in die Spedition. Dort übernimmt dann mit Christoph Neukomm der dienstälteste Waterjet-Mitarbeiter.

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